Oft ist es nicht leicht, Medikamente nach Vorschrift einzunehmen. Wenn Medikamentenpläne die Einnahme mehrerer Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten vorsehen, dann kommt im Alltag häufig die Frage auf:
„Habe ich meine Tabletten heute schon genommen?"
Mit diesem Problem stehen Sie nicht allein da. Es wird geschätzt, dass ärztlich verordnete Medikamente in etwa der Hälfte der Fälle nicht richtig eingenommen werden. Für eine sichere und erfolgreiche Therapie ist die korrekte Einnahme jedoch unabdinglich. Denn Studien zeigen, dass die fehlerhafte Einnahme von Medikamenten zu einer erhöhten Anzahl von Krankenhausaufnahmen führt.
Warum die Medikamenteneinnahme im Alter schwieriger wird
Die fehlerhafte Anwendung von Arzneimitteln ist nicht mit Unzuverlässigkeit gleichzusetzen. Meist kommen mehrere Gründe zusammen. Beispielsweise können leichte Vergesslichkeit und die Hektik des Alltags dazu führen, dass die Medikamente unregelmäßig eingenommen werden. Für Menschen, die im Alltag keine akuten Beschwerden verspüren, ist dies besonders schwierig, da eine ausgelassene Einnahme häufig nicht sofort auffällt.
Etwa 30 % der über 65-Jährigen nehmen vier oder mehr Arzneimittel. Die Anwendung mehrerer Medikamente kann schnell unübersichtlich werden. Bei älteren Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit und Sehfähigkeit werden lange Packungsbeilagen und schwer zu öffnende Verpackungen oft als Hindernisse für die fachgerechte Einnahme genannt. In den meisten Fällen genügt es, passende Hilfsmittel zu nutzen, um die Selbstständigkeit zu Hause so lange wie möglich zu bewahren.
9 praktische Tipps für eine sichere Medikamentenroutine
1. Führen Sie einen aktuellen Medikationsplan.
Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einen ausführlichen Medikationsplan. Darin werden alle wichtigen Informationen rund um Ihre Arzneimitteltherapie festgehalten. Ein guter Plan enthält Informationen zum jeweiligen Medikament, zum Wirkstoff, zur Dosierung, zum Einnahmezeitpunkt und weitere Hinweise, etwa ob eine Tablette vor dem Essen eingenommen werden muss.
2. Bewahren Sie Ihre Medikamente immer am gleichen Ort auf.
Ein fester, gut sichtbarer Platz fernab von Wärme und Feuchtigkeit erspart Ihnen langes Suchen.
3. Koppeln Sie die Einnahme an bestehende Routinen.
Frühstück, dann Medikamente, dann Kaffee - feste Abläufe wie dieser machen die Einnahme zu einem selbstverständlichen Teil des Tages, über den man gar nicht mehr groß nachdenken muss.
4. Nutzen Sie eine Tablettenbox.
Für unkomplizierte Medikamentenpläne reicht oft schon eine einfache Tablettenbox aus. Wer viel unterwegs ist, greift besser zu einer kompakten Pillendose. Eine 7-Tage-Tablettenbox eignet sich hingegen, um Medikamente für eine Woche im Voraus vorzubereiten. Bei mehreren täglichen Einnahmen, kann ein automatischer Medikamentenspender eine große Hilfe sein. Er gibt die fällige Dosis genau zur richtigen Zeit frei und hält den Rest sicher verschlossen.
5. Lassen Sie sich erinnern.
Ob Wecker, Smartphone, App oder smarter Medikamentenspender: All diese Hilfsmittel unterstützen Sie bei der rechtzeitigen Einnahme Ihrer Medikamente. Sie können auch Angehörige darum bitten, Sie an die Einnahme Ihrer Medikamente zu erinnern. Das kann für pflegende Angehörige neben Haushalt, Familie und Karriere jedoch eine zusätzliche mentale Belastung bedeuten. Smarte Medikamentenspender informieren Angehörige im Hintergrund. So kann die ganze Familie beruhigt sein.
6. Bei mehreren Medikamenten den Überblick behalten.
Wer viele Präparate nimmt, sollte den aktuellen Blister klar von der Vorratspackung trennen. Ein fester Wochentermin, zum Beispiel jeden Sonntagabend, zum Nachfüllen der Tablettenbox oder des Medikamentenspenders, verhindert, dass am Ende ein wichtiges Medikament fehlt.
7. Medikamente regelmäßig überprüfen lassen.
Änderungen am Medikamentenplan dürfen ausschließlich in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt vorgenommen werden.
8. Achten Sie auf Schwierigkeiten bei der Einnahme.
Dazu zählen Tabletten, die sich nicht aus dem Blister drücken lassen, Schluckbeschwerden, Verwechslungen und schlicht das Vergessen. Solche Anzeichen müssen ernst genommen werden, bevor sie zu größeren Problemen werden.
9. Über technische Unterstützung nachdenken.
Wenn klassische Hilfsmittel an ihre Grenzen stoßen, kann ein intelligenter Medikamentenspender Sie bei der Medikamenteneinnahme unterstützen. Zur richtigen Zeit erinnert er an die Einnahme und durch abschließbare Fächer wird gleichzeitig das Risiko einer Falschdosierung reduziert.
Wann ein smarter Medikamentenspender sinnvoll sein kann
Ein solcher Medikamentenspender lohnt sich vor allem, wenn die Einnahme von Medikamenten häufig vergessen wird, Angehörige weiter entfernt wohnen, mehrere Medikamente zu verschiedenen Zeitpunkten eingenommen werden müssen oder wenn der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit im Vordergrund steht. Auch pflegende Angehörige, die nicht jeden Tag Kontrollanrufe machen möchten, finden mit einem automatischen Medikamentenspender die ideale Lösung.
Der Memio Go verbindet genau diese Punkte: Die richtige Dosis wird zur programmierten Zeit freigegeben. Akustische und visuelle Alarme erinnern an die Einnahme. Über die kostenfreie Begleit-App werden die Angehörigen in Echtzeit informiert. Die ideale Lösung, um die eigene Autonomie zu bewahren und pflegenden Angehörigen ein sicheres Gefühl zu geben.